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Programm zur Förderung unternehmerischer Know-hows

Der DStV bat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle am 14.11.2017 dem Programm zur Förderung unternehmerischer Know-hows an. Er begrüßt ausdrücklich, dass über besondere öffentliche Förderprogramme entsprechende Beratungszuschüsse für einen breiten Kreis von Unternehmen gewährt werden. Insbesondere das Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows", das seit einiger Zeit die bisherigen Förderprogramme wie etwa „Gründercoaching Deutschland“ oder „Turn-Around-Beratung“ zusammenfasst, bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) die nötige Unterstützung, um qualifizierte Beratungsleistungen in Anspruch nehmen zu können.

Bedauerlicherweise sähen die Förderrichtlinien des Programms „Förderung unternehmerischen Know-hows“ in Ziff. 4.2.1 vor, dass die Beratungsleistungen allein von Personen erbracht werden dürfen, deren überwiegender Geschäftszweck auf eine Unternehmensberatung im Umfang von mehr als 50 % des Gesamtumsatzes gerichtet ist. In der Praxis bedeutet dies für viele KMU, dass die Unterstützung durch „ihren“ Steuerberater regelmäßig nicht förderungsfähig ist, weil dieser anderes als etwa der klassische Unternehmensberater auch Umsätze etwa aus der Deklarationsberatung, der Übernahme von Buchhaltungstätigkeiten oder der Jahresabschlusserstellung erhält. Gerade diese Tätigkeiten prädestinieren den Steuerberater in der Praxis allerdings dafür, „seine“ Mandantenunternehmen auch in betriebswirtschaftlichen Fragen zu unterstützen. Dass für diese Fälle eine Bezuschussung aus dem Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ ausscheiden soll, hat bei vielen Unternehmen, die sich bei ihrem Steuerberater stets gut aufgehoben wussten, zu einiger Verunsicherung und auch bei den Berufsangehörigen zu entsprechenden Irritationen geführt.

Vor diesem Hintergrund bittet der DStV das BAFA um Erläuterung, ob im Fall der Beratung durch einen Steuerberater in der Bewilligungspraxis Ihres Hauses regelmäßig ein solcher Fall angenommen wird. Anderenfalls erscheine diese Regelung mit Blick auf unsere obigen Ausführungen weder praxisgerecht noch zielführend. Dies muss umso mehr gelten, als Steuerberatungskanzleien alle weiteren Anforderungen der Ziff. 4.2.1 der Förderrichtlinie wie beispielsweise das Vorhalten eines geeigneten Qualitätssicherungssystems bereits unter Haftungsgesichtspunkten regelmäßig erfüllen. Nicht wenige Kanzleien können hier sogar eine Zertifizierung nach DIN ISO 9001 oder das DStV-Qualitätssiegel nachweisen.

Die Anfrage des DStV im Volltext hier